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Seit jeher werden die Geheimnisse im Umgang mit den Kräutern von den Alten an die Jungen übergeben. Und dazu bedarf es eben der Kommunikation zwischen Alt und Jung. Und das funktioniert sehr gut, denn in allen Hochkulturen der Erde werden in den ersten schriftlichen Überlieferungen schon Heilkräuter und Gewürze erwähnt. Die gesammelten Werke aus dem antiken Griechenland und dem römischen Weltreich bildeten unter anderem die Basis der abendländischen Medizin.
Kräuter, die später hinter Klostermauern kultiviert wurden, überstanden die einst wechselvolle Geschichte. Die Mönche kultivierten sie in sauberen, rechteckigen Beeten und kategorisierten sie mit großer Sorgfalt. In den Anfangsjahren wurden Kräuter primär als Heilpflanzen gezüchtet, was an ihrem Artenname officinalis -arztneilich- zu erkennen ist.
Durch die Besinnung auf natürliche Ernährung finden Kräuter heute wieder zahlreiche Liebhaber im Garten, in der Küche und in der Hausapotheke. Fast alle Gewürzkräuter verfügen über eine medizinische Wirkung, denn schon durch ihre Würzstoffe tragen sie zum Wohlbefinden bei und regen die Verdauung an. Viele dieser Pflanzen werden aber nicht nur wegen ihrer aromatische Blätter oder kulinarischen Qualitäten geschätzt, auch aufgrund ihrer hübschen Blüten sind sie sehr begehrt.
Die Pflege der Kräutergartens erfolgt ganzjährig durch den Obst- und Gartenbauverein Thüngersheim e.V. Angepflanzt werden überwiegend Kräuter, die sowohl in der modernen als auch in der traditionellen Küche genutzt werden. Periodisch wechselnde Informationen zum Thema Kräuter und Nutzungshinweise über die angepflanzten Kräuter werden im Schaukasten des Kräutergartens angeboten.